Das “Dream-Team” bestehend aus Hermi, Till, Thomas und André (in dieser Reihenfolge) kämpfte heute in Connewitz um den Einzug in die Pokalzwischenrunde. Die Ausgangssituation war folgende: Die beiden Oberligisten Hoyerswerda und VfB waren für die ersten beiden Plätze favorisiert, Dresden-Striesen, Makkabi, Südost und wir kämpften um den dritten Platz, der auch noch zur Quali berechtigte.
In der ersten Runde gab es ein klares 3,5-0,5 gegen DD-Striesen (Till mit Remis), womit wir unser Anliegen auf den Qualiplatz deutlich machten. Danach ging es gegen Hoyerswerda ein wenig unglücklich zu. Hermi gewann und Till verlor. Ich gab gegen Kregelin eine Figur für drei Bauern, setzte mich dann jedoch selbst matt. Thomas überspielte seinen Gegner klar und kam in eine Stellung mit einem Haufen Figuren gegen den blanken König, als sein Blättchen fiel. Das war das erste unglückliche 1,5-2,5.
Das zweite folgte gleich darauf gegen den VfB. Diesmal war ich der Unglücksrabe. Beim Stand von 0,5-1,5 (Remis von Till und klar gewonnene Stellung von Thomas) bot mir Lars Rohne Remis. Ich lehnte ab, zog jedoch vermutlich auch durch das Gebot kurz abgelenkt ins einzügige Matt. Ungefähr eine halbe Sekunde nach Ausführung fiel das Blättchen von Lars…
In der vorletzten Runde gewannen wir 4:0 gegen Makkabi, sodass es in der Schlussrunde zum Showdown gegen Südost kam. Beiden Mannschaften hatten gleiche Mannschaftspunkte, wir jedoch deutlich mehr kleine. Ein Remis sollte also reichen. Jedoch sollte es nicht sein, wir waren alle vom Showdown-Effekt befallen. Als ich nach ca. einer halben Stunde vom Brett hoch schaute, hatten wir alle deutlich weniger Zeit. Dazu hatte Thomas auch noch ne Ruine auf dem Brett. Till hatte zwar nach eigener Aussage später einen Turm gegen zwei Bauern mehr, aber mit 1 min gegen 15 kam auch hier noch der Fehler. Ich hatte mir eine zweifelhalfte Qualle geholt und danach ebenfalls zu lange über das Aufhalten des gegnerischen Spiels gegrübelt, sodass ich bei knapper werdender Zeit fehltritt und alles einstellte. 0:3 gegen uns, da war schon alles gelaufen. Hermi konnte noch durch ne kleine Mattkombo nen Turm gewinnen und damit für Ergebniskosmetik sorgen, ausgeschieden sind wir jedoch trotzdem.
Der Endstand lautet:
1. Hoyerswerda 9 MP und 15,5 BP
2. VfB 7 MP und 12,5 BP
3. Südost 6 MP und 11 BP
4. LLM 4 MP und 11,5 BP
5. DD-Striesen 3 MP und 7 BP
6. Makkabi 1 MP und 2,5 BP
Hermi hat starke 4/5 geholt, Till landete bei 2/5, Thomas bei 3,5/5 und ich bei 2/5.
Im letzten Spiel diese Saison empfingen wir heute den SV Muldental Wilkau-Haßlau im heimischen Spiellokal. Unsere Gegner waren zwar leicht favorisiert, aber wir rechneten uns doch einige Chancen aus. Am Ende entstand ein leistungsgerechtes 4:4.
1: Hermi – Frank Spitzbarth 0,5 –> Hermi stand m.E. zwischendurch mit Mehrfigur glatt auf Gewinn aber irgendwie hat er Frank noch entkommen lassen. Insgesamt trotzdem eine saustarke Saison mit 3/4 am Spitzenbrett.
2: Till – Ralph Schürer 0,5 –> Das Gleichgewicht schien mir nie ernsthaft in Gefahr. Durch eine lange Remisserie konnte Till die 50% gegen überwiegend starke Gegner halten.
3: Anet – Petra Schulz 0,5 –> Auch hier schien alles ausgeglichen. Insgesamt hatte Anet dieses Jahr sehr gute Gegner, sodass nur 3/9 heraus sprangen.
4: Dirk – Uwe Schuffenhauer 0 –> Uwe verbrauchte viel Zeit, konnte dafür jedoch eine eigenartige Stellung bei Dirk provozieren. Vor allem der König auf f3 schien verwunderlich, jedoch konnte ich die Stellung nicht genau durchrechnen. Als Uwe in Zeitnot kam, fand er den entscheidenden Punch. Dirk hat insgesamt mit 2,5/5 eine solide Saison gespielt.
5: André – Bernd Gremm 0 –> Mein Eröffnungsexperiment lief anders als erwartet, jedoch findet Rybka meine Stellung gar nicht so schlecht. Im Mittelspiel hab ich mich dann erfolgreich selbst umgebracht, um mich dann in ein Endspiel L+B gegen T+B zu retten. Mein Gegner lavierte genüsslich hin und her während ich immer die richtigen Züge finden musste. Einmal gelang mir dies bei knapper werdender Zeit nicht und er konnte zuschlagen. Bis dahin war die Stellung jedoch laut Datenbank theoretisch remis. Insgesamt hab ich ebenfalls 2,5/5 und bin damit leicht über dem Soll.
6: Dieter – Jens Möckel 1 –> Jens verbrauchte in scheinbar einfacher Stellung enorm viel Zeit. In Zeitnot stellte er dann die Partie ein. Schöner Sieg von Dieter, der damit eine etwas verkorkste Saison noch versöhnlich beenden konnte. Insgesamt wurden es 1,5/8.
7: Albrecht – Robert Schuffenhauer 1 –> Albrecht konnte Robert systematisch auseinander nehmen, super Sache! Nach unglücklichem Saisonstart mit 0/2 konnte er so noch die 50% erklimmen, was ihm ein kleines Plus einbringen wird.
8: Gisa – Torsten Schmidt 0,5 –> Gisa musste lange eine leicht schlechtere Stellung verwalten, kam dann in ein Enspiel mit Minusbauern, konnte diesen jedoch erobern sodass die Partie folgerichtig remis endete. Insgesamt hat sie 2/7 geholt, was in Anbetracht der starken Gegner fast im Soll sein dürfte.
Damit war’s das für dieses Jahr, folgende Spieler waren noch regelmäßig dabei, jedoch heute nicht im Einsatz:
Hannes ist gut gestartet mit 2/4, dann kam leider die Bundeswehr. Hoffentlich klappt es nächstes Jahr wieder.
Thomas B. holte solide 3/6 die ihm ein kleines Plus einbringen sollten.
Unser heutiges Auswärtsspiel gegen den Ligaprimus Lok Engelsdorf stand leider unter keinem guten Stern. Konnten wir sowieso schon nicht voll antreten, so bekam ich auch noch Samstag abend einen Anruf von Micha dass er krank wurde und deshalb Dirk in der zweiten gegen Magdeburg mithelfen sollte. Entsprechend klar war das Ergebnis…
1: Till – FM Heinz Böhlig ½:½ –> ein schnelles Remis
2: frei – Friedbert Prüfer – : +
3: Anet – Sören Bär ½:½ –> Sören bekam früh einen Isolani und es schien mir, als ob Anet die besseren Chancen hatte. Jedoch gelang Sören der themenartige Vorstoß des Vereinzelten, der ihm viel Raum und gutes Spiel brachte. Anet konnte aber alles in der Waage halten, sodass die Partie remis endete.
4: André – Michael Teichgräber ½:½ –> Gegen den früheren langjährigen Oberligaspieler von Coswig Michael Teichgräber wandelte ich mit Schwarz auf den Pfaden einer Gewinnpartie von Dautov. Michael wich ab mit einer Ungenauigkeit, die mir eigentlich zu gutem Spiel oder zumindest zu Ausgleich verhelfen sollte. An welcher Stelle mein Fehler lag kann ich noch nicht sagen, auf jeden Fall lag das Spiel nach weiteren 10 Zügen eher auf weißer Seite und ich hatte Glück, dass er die richtige Fortsetzung nicht fand, sodass ich ins Endspiel abwickeln konnte in welchem ich entweder den aktiveren Springer oder die bessere Bauernstruktur hatte. Michael entschied sich für die schlechtere Bauernstruktur, konnte das entstehende Bauernendspiel durch ein paar kleine Tricks jedoch remis halten.
5: Thomas – Rüdiger Kürsten 0 : 1 –> Thomas wich recht frühzeitig den Hauptvarianten des Chebanenko-Slawen aus, kam jedoch ganz vernünftig ins Spiel. Leider gewann Rüdiger durch eine petite combinaison einen Läufer und die Partie.
6: Dieter – Günter Heinsohn 0 : 1 –> Ebenfalls untypischen Pfaden folgte Dieter gegen unseren früheren Oberligakapitän Günter Heinsohn. Ich wusste lange nicht wer nun eigentlich besser stand, Dieter fühlte sich jedoch nach eigener Aussage immer unwohl in seiner Stellung. So wurde er dann auch langsam platt gedrückt…
7: Albrecht – Jens Peschel ½:½ –> Auch Albrechts Stellung konnte ich kaum einschätzen, jedoch konnte Albrecht ins Leichtfigurenendspiel abwickeln in welchem er dann mit seinem Läuferpaar die gegnerische Läufer-Springer-Kombination bearbeitete. Zu einem Sieg hat es jedoch nicht gereicht.
8: Thomas Richter – Marcus Große ½:½ –> Marcus konnte auf Thommis sechster Reihe einen Springer befestigen, welcher, um mit Helmut Pflegers Worten zu reden, schlimmer als ein verrosteter Nagel in Thommis Kniescheibe war. Jedoch öffnete Marcus seine eigene Königsstellung so weit, dass Thommi Gegenspielideen durch Dauerschach bekam. Ein solches führte dann auch zum Remis.
Damit haben wir ein leistungsgerechtes 2½:5½ kassiert und hoffen das nächste Mal auf mehr…
SV Lok Leipzig-Mitte III – ESV Delitzsch 4:4
Zum ersten Punktspiel im neuen Jahr verschlug es unsere Dritte heute ins verschneite Delitzsch, wo die erste Mannschaft des ESV auf uns wartete. In der Vergangenheit haben wir uns schon einige Male mit Delitzsch gemessen, und meist waren es spannende und knappe Kämpfe. Und so war es auch heute.
Ausnahmsweise ohne André und Hannes, doch dafür mit Hermann und Dirk, waren wir passabel besetzt und wollten etwas für unsere Tabellensituation tun.
1. Hermann Sonntag – Zebisch, Paul 1:0
Ich hatte heute eine Variante auf dem Brett, für die ich mal den Namen “Preußisch” gehört habe. Für die geopferten Bauern hatte Paul die Initiative und den variantentypischen Entwicklungsvorsprung, ich jedoch dafür die Aussicht auf das gewonnene Endspiel, wenn ich die ersten zwanzig Züge unbeschadet überstehe. Da ich meine Stellung zusammenhalten und bei meinem Gegenangriff noch ein paar Bauern erbeuten konnte, ging meine Strategie am Ende auf.
2. Till Beyer – Friedrich, Andreas ½:½
Till kam fett aus der Eröffnung, nachdem sein Gegner einen etwas uninspirierten Aufbau gewählt hatte und dann auch noch groß hineinrochierte. So konnte Till schnell verheerende Schwächen provozieren und erspielte sich eine gewonnene Stellung mit unabwendbaren Angriffsdrohungen. Weil er aber einen Zwischenzug übersah, verpasste Till jedoch die beste Fortsetzung und gewann nur Dame gegen Turm und Läufer. Die entstandene Stellung war kompliziert und schwer einzuschätzen, und das gegenerische Turmpaar war stark. Da ein Spiel auf Sieg mit erheblichem Risiko verbunden gewesen wäre, wir an den übrigen Brettern aber vielversprechend standen, willigte Till zum Remis ein.
3. Anet Gempe – Preußner, Michael 0:1
Anet erprobte heute eine neue Untervariante aus ihrer Eröffnungskiste, kam aber in gewohnt scharfe Stellungsbilder. Darin verfolgte sie an einer Stelle leider die falsche Idee und lief in eine Abwicklung, in der Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war.
4. Dirk Gerhardt – Sachse, Dirk 1:0
Dirk betrieb einen ruhigen Partieaufbau mit gewohnten Strukturen und suchte das Spiel am Damenflügel. Dort gelang ihm die Linienöffnung und die Türme beider Seiten wurden aktiv. Bald profitierte Dirk davon, dass sein Namensvetter einige ungenaue Züge einstreute, und Dirk erhielt ein Turm+Leichfigur-Endspiel mit einem Mehrbauern. Kurz darauf konnte Dirk den Turmtausch erzwingen und und so den zweiten Bauern erbeuten. Das verbleibende Leichtfigurenendspiel führte Dirk sicher zum Sieg.
5. Thomas Baumgarten – Plisch, Thomas ½:½
Thomas spielte seine Eröffnung schnörkellos herunter und erhielt eine ausgeglichene Stellung. Als der andere Thomas versuchte, die Stellung zu öffnen und zu Spiel zu kommen, konnte unser Thomas das ausnutzen und im Verlauf des Kampfes einen Bauern gewinnen. Als Thomas später die letzte Leichtfigur tauschte und in ein Doppelturmendspiel abwickelte, war seine Partie beim Stand von 3½:3½ die letzte, die noch lief. Thomas mühte sich redlich, seinen Mehrbauern zu verwerten und so den Mannschaftssieg sicherzustellen, konnte aber nicht verhindern, dass sich Siegbert Tarraschs Endspielweisheit ein weiteres Mal bewahrheitete.
6. Dieter Dorsch – Friedrich, Jürgen 0:1
Dieter erprobte eine ungewöhnliche Zugumstellung im Sizilianischen und kam leicht gedrückt, aber noch ohne Materialrückstand ins beginnende Mittelspiel. Leider unterschätzte er die gegnerischen Drohungen und versäumte eine rechtzeitige Rochade. Das bekam Dieters Königsstellung gar nicht gut und sein König wurde bald übers Feld gejagt. Später erlag er den gegnerischen Schwerfiguren und seiner zerzausten Bauernstruktur, die seinem König keinen Schutz mehr bot.
7. Albrecht Steiner – Kirchhof, Michael ½:½
Albrecht behandelte seine Eröffnung bilderbuchhaft und hatte nach 20 Zügen eine positionell gewonnene Mittelspielstellung auf dem Brett, in der sein Gegner völlig gelähmt und ohne Chance auf Gegenspiel war. Leider verfolgte Albrecht die gebotene Linienöffnung nicht energisch genug und verstellte seinen Kräften selbst den Weg, sodass kein Durchkommen mehr möglich war.
8. Gisa Sonntag – Laube, Sören ½:½
Gisa hatte heute die Italienisch-Hauptvariante auf dem Brett, in der sie nach acht Zügen völligen Ausgleich erreicht hatte. Da sich weiterer Figurentausch nicht vermeiden ließ, verflachte die Partie sehr bald in ein symmetrisches Schwerfigurenendspiel, in dem sich keine der beiden Seiten ernsthafte Gewinnchancen ausrechnen konnte.
Insgesamt können vermutlich beide Mannschaften mit dem Remis zufrieden sein.
Nach mehr oder weniger überstandener Krankheit möchte ich hier nun noch meiner Chronistenpflicht genügen und unser letztes Heimspiel gegen Plauen dokumentieren, welches wir gemeinsam mit der ersten und zweiten im Straßenbahnhof Apelstraße absolvierten. Wir gewannen 5:3, wobei der Sieg nicht unbedingt klar war. Wir lagen zwar jederzeit vorn, ein 4:4 hätte es aber auch werden können…
1: Till – Frank Bicker 1 –> Er war der Grund, warum es auch 4:4 hätte werden können. Sein Gegner erhöhte Stück für Stück den Druck und wickelte dann folgerichtig in ein Endspiel T+S gegen T+L mit starkem Freibauer ab, welches vermutlich gewonnen war. Durch einen völligen Blackout stellte Frank Bicker dann jedoch beim Stand von 4:3 für uns zwei Bauern ein, welche Till noch den Sieg brachten. Unverhofft kommt oft…
2: Hannes - Roland Därr 1 –> Ein schneller Sieg, dessen Ursache mit verborgen blieb.
3: Anet – Stefan Merkel 0,5 –> Da es nach ca. 2 Stunden Spielzeit extrem gut für uns aussah, vereinbarte sie ein Remis.
4: André – Vaceslav Ananev 0,5 –> Letztes Jahr war es die längste Partie, doch endete genauso wie auch diese. Eine recht langweilige Eröffnung wurde von mir aufgrund meiner bösartigen Erkältung und des guten Mannschaftsstandes zu einem Remisangebot genutzt, welches mein Gegner annahm.
5: Thomas – Alexander Klassen 0 –> Sehr schade, denn diese Partie war einer der ursprünglichen Gründe für Anets und mein Remisangebot. Thomas bekam in der Eröffnung einen Bauern, stand fett, verlor dann den Faden und ging im Angriffswirbel des Gegners unter…
6: Dieter – Siegfried Kadner 0,5 –> Ebenfalls ein verhältnismäßig schnelles Remis.
7: Albrecht – Felix Zeuner 0,5 –> Auch Albrecht stand fett, Hannes und ich sahen zwischendrin sogar einen Figurengewinn (den Albrecht zum Glück nicht spielte, denn er war natürlich fehlerhaft…), er konnte seine Druckstellung jedoch nicht nutzen und wickelte ins Damenendspiel ab. Dieses war vermutlich immer noch gewonnen (oder zumindest sehr gut), Albrecht gab jedoch Dauerschach, da ihm das alles zu heiß wurde. So richtig durchrechnen konnte man da nix und verlieren wollten wir auf keinen Fall, um nicht in einen Abstiegsstrudel zu geraten.
8: Gisa – Waldemar Burau 1 –> Eine ganz starke Partie von Gisa, die in einem fulminanten Königsangriff endete. Der gegnerische König steckte zum Schluss in kurzer Rochadestellung ohne g7 und h7 (jedoch mit f7). Gisa hatte f8 mit einem Läufer unter Kontrolle, eine Dame auf der g- oder h-Linie und setzte gerade zum Turmschwenk mittels Te1-e4 an. Da konnte der Gegner nur noch kapitulieren…
Alles in allem war das ein glücklicher, aber durchaus verdienter Sieg, der uns den Anschluss zum Mittelfeld wahrt.
Der Held der fünften Mannschaft war am dritten Spieltag Alex. Trotz Minusbauer, der auch noch ein verbundener Freibauer war, konnte er beim Stand von 3,5:3,5 seinen Gegner in einem Endspiel mit Turm und Dame ein Schnippchen schlagen und die Dame gegen einen Turm gewinnen und uns damit den Sieg bringen. Auch wenn wir wieder mal nur zu siebt waren.
Doch im Einzelnen:
Axel – Schwarz, Olaf 0,5:0,5
Entgegengesetzte Rochaden, bei denen Axel einen, wie ich finde, starken Angriff auf den generischen König bekommen hatte. (Bemerkenswerte Bauernstellung: Schwarz h7, g7, c7 Weiß h6, g6 … ja, Alex hatte Weiß, und ja sein Gegner hatte kurz rochiert.) Dass am Ende nur ein Remis rauskam, fand ich ein wenig Schade.
Alex – Lange, Horst 1:0
Die Siegpartie, die fast die sechs möglichen Spielstunden aufgebraucht hatte. Jedenfalls hat sein Gegner am Ende nur zehn Minuten übrig, und Alex selbst auch nur noch 30 Min. Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass Alex’ Gegner sein Remisangebot ausschlägt, weil dieser seinen Mehrbauern noch in einen Sieg ummünzen möche. Tja, das Ende ist bekannt.
Johannes – Schwarz, Wilfried 0,5:0,5
Also hier ist lange Zeit überhaupt nichts angebrannt. Immer relativ ausgeglichene Stellung, bis ich dann zufällig mitbekomme, dass es Remis geworden ist.
Christian – Göbel, Siegfried 0:1
Christian hat eigener Aussage zufolge eine bescheidene Partei gespielt. Nach der Eröffnung sah es meiner Meinung nach noch ausgeglichen aus. Aber eh ich mich versah, hatte er verloren, bevor ich genau sah, wie.
Thomas – Müller, Timo 1:0
Bei Thomas war’s ein bisschen umgekehrt wie bei Christian. Er kam zwar auch gut aus der Eröffnung, aber ich hab auch nicht genau mitbekommen, wie er dann auf einmal gewonnen hatte.
Farid – Illek, Andreas 0,5:0,5
Ich vermurkse die Eröffnung ein wenig, schaffe es aber, mich gegen den Königsflügel zu positionieren. Den Druck löst er mit einer Kombination, bei der er vermeintlich zwei Bauern gewinnt. Dennoch übersieht er dabei ein Matt, und ich habe dann eine Leichtfigur mehr (leider gegen zwei verbundene Bauern, von denen einer frei ist). Da ich in der Situation ungefähr 3 Minuten für 10 Züge habe, entscheide ich mich die Leichtfigur gegen die zwei Bauern zurückzutauschen, und das Spiel ist remis.
Max – Schille, Anika 1:0
Max schafft es, die Bauernstruktur seiner Gegnerin zu zerstören, und auch noch einen Bauern zu gewinnen, so hat er ein vorteilhaftes Schwerfigurenendpiel. Glücklicherweise übersieht seine Gegnerin, dass sie mit ihren Türmen auf der 7. Reihe einsteigen kann, und so schafft es Max, seinen Vorteil in einen Sieg umzumünzen.
SV Lok Leipzig-Mitte II – SV Jenapharm Jena 4½:3½
Da Michael heute das Privileg zuteil wurde, in unsere Erste delegiert zu werden, und er darum nur schwer selbst vom wichtigen Wettkampf unserer Zweiten in Jena berichten kann, übernehme ich heute diesen Part:
1. Steffen Weitzer – Neidig, Stefan 0:1
Hier habe ich die entscheidenden Wendungen leider nicht mitgeschnitten. Steffen musste laut eigener Aussage schon in der Eröffnung Zugeständnisse machen, sodass er heute gar nicht zu seinem Spiel fand und später leider verlor.
2. Ralf Schirrmeister – Darr, Sascha 1:0
Auch von Ralf kenne ich nur Eröffnung und Ergebnis. Ralf beherrschte den geschlossenen Sizilianisch-Aufbau seines Gegners sicher und setzte den Drohungen seines Gegners am Königsflügel das thematische Gegenspiel am Damenflügel entgegen. Letzteres führte vermutlich zum Sieg.
3. Gottfried Braun – Middelhoff, Cornelius ½:½
Gottfrieds Partie sah von Anfang an vielversprechend aus: zwar hatte er noch nichts mehr, doch dafür sorgten sein aktives Figurenspiel und vor allem die gewohnt vorbildliche Inszenierung seines Läuferpaars für Zuversicht. Am Ende konnte er seinen Stellungsvorteil zwar nicht zum Gewinn verdichten, doch Doc hat da bestimmt schon ein, zwei Abwicklungen im Verdacht…
4. Ubald Greger – Zipfel, Frank 0:1
Ubalds Partie habe ich leider völlig verpasst. In der Eröffnung stand er jedenfalls solide, sodass es später unglücklich gekippt sein muss…
5. Wolfgang Just – Bräuer, Franz 1:0
Wolfgang war heute genau in seinem Element. Er behandelte den Schotten seines Gegners kreativ und hatte keinerlei Eröffnungsvorteil, stand aber zumindest nicht schlechter. Das wertete Wolfgang in Kenntnis seiner selbst bereits als positives Omen, wickelte ins Endspiel ab und gewann durch geradliniges Spiel auf eine Bauernschwäche.
6. Olaf Dobierzin – Kloß, Thomas 1:0
Olaf behandelte seine Eröffnung sauber und sicher und machte kleine, aber stetige Fortschritte am Damenflügel. Günstige Linienöffnungen konnte er für sein Figurenspiel nutzen. Am Ende gewann er ein Doppelturmendspiel durch deutlich gefährlichere Türme.
7. Hermann Sonntag – Missbach, Bernd 1:0
Ich hatte heute ein bestimmtes Fianchettosystem auf dem Brett, sodass mich Mannschaftsleiter Dirk ausnahmsweise mal nicht mit Stahlkappen geißeln wollte, falls ich heute verloren hätte. So motiviert spielte ich ergebnisorientiert und fand mich in einer Art Drachen ohne schwarzfeldrige Läufer wieder. Darin konnte ich nachweisen, dass der (schwarze) Schwarzfelder im Drachen aber nicht ganz unwichtig ist, und bog durch ein kleines Opfer am Königsflügel verbunden mit einer Damenfangdrohung am Damenflügel auf die Siegerstraße ein.
8. Dirk Gerhardt – Mucha, Annegret 0:1
Dirks Partie war der einzige große Wehmutstropfen des Tages. Denn neben Gottfried war es vor allem Dirk, der schon zu Beginn – trotz oder wegen seiner Eröffnung (da scheiden sich die Geister…) – deutlich besser stand. Dirk jedenfalls beherrschte seine Gegnerin sicher und wickelte völlig ungefährdet und routiniert in ein gewonnenes Endspiel ab. Dann lief er völlig unvermittelt in einen Abzug, den er zuvor noch gesehen hatte…
Insgesamt also ein verdienter Sieg, der – wie beschrieben – auch höher hätte ausfallen können. Auf jeden Fall haben wir heute wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Micha wirds freuen!
Heute ging es für unsere dritte Mannschaft zu sechst nach Chemnitz. Wie erwartet gab es eine Niederlage, auch wenn wir am Anfang erst einmal hoffen konnten…
1: Till – David Möller 0 –> Er war einer der Hoffnungsgründe. Er wähnte sich selbst im Vorteil und optisch gab ich ihm auch Recht, David war jedoch anderer Meinung und konnte dies auch bekräftigen. Den Ausschlag machte im Endspiel ein rückständiger Bauer auf einer halboffenen Linie und das Spiel guter Läufer - schlechter Läufer.
3: Hannes – Sven Schindler 0 –> Hannes bekam mit weiß eine symmetrische Stellung in der er nichts zu befürchten hatte. Warum ihm dann auf einmal sein g2-Bauer (bei kurzer Rochade!) fehlte, hab ich nicht gesehen. Dieser Mehrbauer brachte seinem Gegner im Endspiel dann den Sieg.
4: Anet – Kay Kempe 0 –> Die Ursache für diesen Verlust hab ich nicht gesehen.
5: André – Thomas Radtke 1 –> Dass auch symmetrische Stellungen manchmal viel Gift beinhalten, durfte heute mein Gegner erfahren. Er setzte im angehenden Mittelspiel zwei Mal aus und auf einmal ging ein Springereinschlag auf e6. Die Partie wurde dann durch einen netten kleinen Damenfang beendet.
6: Thomas – Marco Tänzer 1 –> Thomas wollte seine Lieblingsvariante spielen (Insider werden sie kennen… ), sein Gegner verdarb ihm diese jedoch bereits im dritten Zug durch einen Eröffnungsfehler, durch den Thomas in die sogenannte “Verarsche-Variante” (Zitat Th. Baumgarten) kam. Das Mittelspiel dauerte zwar lange, doch Thomas konnte irgendwann die schwachen Bauern des Gegner verspeisen und dann ein Leichtfigurenendspiel mit zwei Mehrbauern gemütlich nach Hause fahren.
7: Dieter – Peter Müller 0 –> Dieter kam mit dem Aljechin seines Gegners heute nicht so richtig zurecht. Er bekam früh einen rückständigen Bauern auf d4 und ein riesen Loch auf d5. Er versuchte noch einen Kamikadze-Angriff mit f4 und g4, doch sein Gegner ließ sich davon nicht beeindrucken und zermalmte ihn am Damenflügel.
Damit haben wir heute leider 6-2 verloren und stehen nun mit 2-4 Mannschaftspunkten kurz vor der Abstiegszone. Wenn wir in zwei Wochen Plauen besiegen, ist jedoch wieder alles in Butter. Hoffen wir das Beste…
… von normalerweise 16 trafen sich zur zweiten Runde in der 1. Bezirksklasse. Trotz vorangegangenem Ringen sind nur 7 Spieler in der 5. Mannschaft zusammengekommen. Umso erfreulicher war dann natürlich, dass Markkleeberg nur mit 6 Mann anrat. So blieb das 3. Brett komplett spielfrei und Alex gewann kampflos.
Axel – Senftleben, Hans-Georg 1:0
Axel gewann sein Spiel relativ zügig, ohne dass ich viel von seiner Partie mitbekommen hatte. Vielleicht schreibt er ja selber noch was dazu.
Christian – Posselt, Frank 0,5:0,5
So wie ich das beurteile, plätscherte das Spiel ziemlich vor sich hin, bis sich am Ende jeweils sieben Bauern und zwei verschiedenfarbige Läufer gegenüberstanden.
Farid – Holz auf der Heide, Gerhard 0:1
Nach einer Orang-Utan-Eröffnung kam ich mit einem Minusbauern ins Mittelspiel, den ich mit einer leicht besseren Stellung einigermaßen kompensierte. Den Bauern gewann ich zwar zurück, jedoch sorgte Zeitnot dafür, dass ich die komplizierte offene Stellung nicht sauber spielen konnte.
Dietmar – Arnold, Wolfgang 1:0
Aus der Eröffnung entstand eine geschlossene Stellung, in der Ditmar meiner Auffassung nach stärker stand, auch wenn es ziemllich verfahren aussah. Ein Remisangebot lehnte er ab und gewann nach einem Patzer des Gegners die Dame.
Max – Bischof, Hartmut 0,5:0,5
Max hat relativ früh eine Leichtfigur für einige Bauern abgegeben und in ein Endspiel mit drei Freibauern (und einer Minusfigur) abgewickelt. Jedoch war das Endspiel trotz weit vorgerückter Bauern nicht eindeutig, und so war das Remis nur logisch.
Eberhardt – Hähnel, Horst 0:1
Der erst am vorherigen Freitag aquirierte Eberhardt hatte eigentlich eine stabile Stellung und guten Angriff. Jedoch verlief dieser im Sande und eine falsche Abwicklung brachte ihm ein verlorenes Endspiel.
Heute hat unsere Dritte einen wichtigen Sieg gegen Südost geholt. Gegen Südost kam bisher immer Spannung auf, schon in der 2. Landesklasse vor ca. 7 Jahren oder so, als Südost das Aufstiegsspiel für sich entschied und damit ein Jahr vor uns aufstieg. Ein Jahr danach kamen wir hinterher in die 1. Landesklasse und liefern uns seitdem wieder Jahr für Jahr spannende Fights. Letztes Jahr mussten wir eine 5½:2½-Schlappe hinnehmen, das war das bisher schlechteste Ergebnis und das wollten wir wieder gut machen. Und auch wenn es knapp war, es ist uns gelungen!
1: Hermi – Jens Dechering 1:0 –> Schon nach ca. einer Stunde meinte Hermi, er stünde super. Ich hab da zwar noch nix gesehen, doch er gewann dann straigthforward.
2: Till – Thomas Filipiak 1:0 –> Gegen Thomas hat Till einen super Score und heute hat er noch einen draufgesetzt!
3: Hannes – Sven Kreigenfeld ½:½ –> Soweit ich das gesehen hab, war das Gleichgewicht nie gefährdet.
4: Anet – Michael Alf 1:0 –> unsere Matchwinnerin heute! Beim Stand von 3½-3½ knetete sie eine etwas bequemere Stellung bis Michaels Zeit knapp wurde und sie zuschlug.
5: André – Jörg Frowitter ½:½ –> Mein Gegner entwickelte viel Aktivität, doch Rybka sieht das Gleichgewicht nie ernsthaft gestört. Als sich zum Schluss alles vereinfacht, bleibt Jörg mit einer leicht schlechteren Bauernstruktur zurück. Sein aktiverer Turm gibt jedoch ausreichend Kompensation, Rybka vergibt 0,00 und so sahen wir das auch…
6: Thomas – Thomas Seidel ½:½ –> Ich glaub, dies war eine sehr ausgeglichene Partie mit logischer Konsequenz.
7: Albrecht – Jens Altmann 0:1 –> Ein tragischer Tag für Albrecht! Letztes Jahr gewann er noch, und heute sah es auch lange danach aus. Sein Gegner opfert eine Figur für zwei Bauern, doch Albrecht rettet sich aus dem Gröbsten und hatte im anschließenden D+T-Endspiel einen Mehrbauern. Diesen verlor er zwar wieder, doch Remis war es trotzdem noch. Beim Versuch, dem Dauerschach zu entgehen, überlegt er im 40. Zug einen Moment zu lang und sein Blättchen fällt…
8: Gisa – Jens Stöckel 0:1 –> Eine Weile sah die Partie sehr ausgeglichen aus, doch dann brach Jens am Damenflügel durch.
Damit haben wir einen wichtigen Sieg landen können, um mit den Abstiegsrängen gar nicht erst länger in Berührung zu kommen. Weiterhin haben wir heute Würstchen, Brötchen und Nudelsalat gemeinsam mit der fünften Mannschaft angeboten (die übrigens hervorragend 4:3 gegen Markkleeberg gewann). Es wurde zwar weniger gegessen als vorher vermutet, doch die meisten fanden diese Idee sehr gut, sodass wir das beim nächsten Spieltag bestimmt fortsetzen werden.
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